HW-Leser über erotische Träume und ihre Umsetzung
Am Tag funktionieren wir. In der Nacht fühlen wir. Und manchmal träumen wir Dinge, die uns beim Aufwachen erröten lassen – weil sie so intensiv, so verboten oder so überraschend schön waren. Sexträume sind keine Seltenheit. Sie sind kleine Filme unseres Unterbewusstseins, in denen Wünsche auftauchen dürfen, die wir uns im Alltag vielleicht nie eingestehen würden.
Einige HW-Leser und Freunde der Redaktion haben uns ihre nächtlichen Geschichten geschildert – wie heimliche Tagebucheinträge, die nie für fremde Augen bestimmt waren. Und manchmal, aber nur manchmal, wurden die Geschichten Wirklichkeit. Seid gespannt:
Marina (26), Essen:
„Ich hatte oft von ihm geträumt, hatte ihn viele Male auf der Bühne gesehen und in meinem Träumen möglicherweise daran angeknüpft. Natürlich lief in der Realität nie etwas, auch wenn wir uns irgendwann auf Partys persönlich kennenlernten. Doch in heißen Nächten gab ich mich ihm in Gedanken hin. Doch dann diese eine Party in Köln: Er war dort, mit einem hübschen Mädchen mit grünen Haaren. Ich stehe auf Frauen, stand sofort auf sie und als er uns vorstellte, nahm ich meinen Mut zusammen und küsste sie sofort. Da wusste ich gar nicht, dass beide eine Affäre hatten und auch die Nacht zusammen verbringen wollten. Na ja, plötzlich war ich mittendrin in meinen Träumen, nur wurden sie jetzt real. Denn wenig später saßen wir zu dritt im Auto und noch etwas später lagen wir zu dritt im Bett. Ungewohnterweise übernahm ich die Kontrolle, knutsche wie verrückt mit der grünen Schönen und genoss wenig später ihre feuchte Spalte. Bevor ich auch nur einen Blick auf den nackten Mann meiner Träume erhaschen konnte, spürte ich plötzlich seine Eichel, wie sie erwartungsvoll an meinen Eingang klopfte, dem ich ihm entgegen schob. Er drang von hinten in mich ein, während ich weiter leckte. Die andere Lady stöhnte, liebte die Aussicht, spritzte mir warme Flüssigkeit ins Gesicht. Jetzt konnte ich mich ganz auf meinen Rocker konzentrieren und bestieg ihn. Wie von Sinnen ritt ich seinen harten Ständer und kam dabei mehrmals – zu geil war die Situation. Na ja, was soll ich sagen: Wir sind noch immer zusammen und erinnern uns gerne an diese Nacht zurück.”
Maike (41) aus Leverkusen:
„Was für ein Traum: Ich stand in unserem Wohnzimmer, alles war wie immer – bis er hereinkam. Der beste Freund meines Mannes. Wir redeten erst nur, lachten über alte Erinnerungen, und plötzlich war da diese Nähe, diese Spannung, die ich nie bewusst wahrgenommen hatte. Im Traum sah er mich an, als würde er mich wirklich sehen, nicht nur als Ehefrau oder Mutter. Als wir uns küssten, fühlte es sich nicht falsch an, sondern erschreckend vertraut. Ich wachte auf mit einem Herzklopfen, das noch Minuten anhielt, und der Frage, ob ich ihn jemals wieder unbefangen ansehen kann. Irgendwann betrunken auf einer Feier, gestand ich ihm meinen Traum. Und er sagte nur, dass das ungefähr dem entsprechen würde, was er sich oft heimlich vorstellt. Ich war perplex…aber auch verdammt scharf. Im Garten küssen wir uns, ich spürte sein hartes Glied, ich wusste, dass mein Traum wirklich werden könnte, als ich ihn durch die Hose rieb. Dann stöhnte er, die Feuchtigkeit breitete sich auf seiner dünnen Stoffhose aus. Und der Bann war gebrochen. Ich hatte das ausgelöst, ich war nun seine ganz private geile Erinnerung, so wie er meine. Das reichte mir – zumindest bis jetzt.“
Charlotte (23) aus Wiesbaden:
„Es war eine laute Party, Musik vibrierte durch den Boden, überall Menschen, Lichter, Hitze. Ich wollte nur kurz auf die Toilette, um durchzuatmen. Dann stand er hinter mir. Dies Unisex-Klos neuerdings, sie verfolgen mich sogar im Traum.. Wir kannten uns flüchtig, mehr nicht. Doch in meinem Traum war da ein Blick, ein Lächeln, und die kleine Kabine wurde plötzlich zu einem Ort, an dem die Welt draußen verstummte. Seine Hände an meinen Hüften, mein Rücken an der kühlen Wand – ein Gefühl von Dringlichkeit und Verlangen. Ich hatte meinen Rock um die Hüften und mein Höschen zur Seite geschoben. Und dann nahm er mich. Als ich aufwachte, musste ich lachen, weil es sich so real angefühlt hatte, als hätte mein Kopf ein geheimes Doppelleben geführt. Und die Feuchtigkeit zwischen meinen Beinen war sowas von real.“
Frank (“in den 40ern”) aus dem Saarland
“Ich weiß noch genau, wie ich mit meiner damaligen Freundin im Schwimmbad bei uns in der Nähe war. Ein großes Becken mit Außenbereich, oben eine kleine Saunalandschaft mit winziger Dampfsauna. Wir mochten es dort, denn oft war man im dichten Dampf ganz alleine. Wir schon oft fummelten wir etwas, meine Freundin spielte mit meinem Schwanz, der auf Grund dieser öffentlichen aber heimlichen Situation steinhart war – als plötzlich die Tür aufging und ein junger, südländischer Typ in die Sauna kam. Ich war erst erstarrt und versuchte schnell meinen Ständer zu verbergen. Dann passierte etwas, das ich mir noch heute kaum erklären kann: Der Typ lächelte mich an und hatte ein Glas Honig dabei. Ich kenne einen Honig Aufguss aus großen Thermen, wo man einen kleinen Becher Honig zum Abreiben gereicht bekommt, aber, dass jemand selbst ein Honigglas mitbringt? Der junge Mann sah mich die ganze Zeit an, als er sich den Honig auf den Körper rieb, aber grinste auch gelegentlich zu meiner Freundin rüber. Sympathisch, interessiert, irgendwie keck. Auch als er sich seinen Schritt mit Honig einrieb, wirkte das eher interessant, als anzüglich. Meiner Freundin wurde zu heiß und wir verließen die Sauna. Ich gehe davon aus, dass ihr wirklich zu heiß war, denn mehr als ‘merkwürdig’ sagte sie nicht zur Situation.
Ich aber dachte noch den ganzen Tag darüber nach. Und dann träumte ich auch davon. In der Nacht ging die Situation weiter: der junge Kerl rieb sich seinen Ständer, bis er steinhart war und fing an, ihn zu wichsen. Meine Freundin war angefixt, sie fragte ihn, ob sie ihm auch etwas Honig auf sein Glied reiben könnte. Der nette Mann nahm das Angebot dankend an, sah aber immer zu mir hinüber, als meine Freundin ihn erst wichste und dann die Honiglatte blies. Er winkte mich herüber und ehe ich mich versah, hatte er mein hartes Rohr im Mund. Merkwürdig, dass uns im Traum einfach nie zu heiß im Dampfbad war, aber am Ende habe ich dem fremden Typen in im Wasserdampf in den Arsch gefickt, während meine Freundin ihm von vorne das Rohr lutschte. Als ich aufwachte, war der Traum noch total präsent. Ich war hart, Lusttropfen auf meiner Eichel. Ich suchte online nach Bi-Pornos, wurde fündig und spritzte mir meine eigene Sahne ins Gesicht, so sehr schoss sie heraus. Ab dann war diese Fantasie immer Teil meines Lebens. Ausgelebt habe ich sie leider nie. Es fehlte immer die passende Frau dazu.”
Cornelia (67) aus Zeulenroda
„Bei uns im damaligen Osten waren wir nicht prüde. FKK gehörte für viele dazu. Ich gebe zu: meine Gedanke wanderten hier und da, wenn ich die unbekleidete Menschen sah. Und der Anblick einer Gruppe nackter Männer hatte sich wohl bis in einen Traum geschlichen. Ich erinnere mich nur noch an warme Bettwäsche und das Gefühl, zwischen zwei Körpern zu liegen, die mich wollten. Keine Gesichter, nur Stimmen, Lachen, Hände, die mich hielten. Es war nicht vulgär, sondern fast zärtlich – ein Gefühl von Freiheit, von Loslassen, von ‘Ich darf hier einfach sein’. Im Traum gab es keine Regeln, keine Bewertung, nur Nähe und Wärme. Als ich morgens die Augen öffnete, war ich verwirrt und gleichzeitig seltsam beflügelt, als hätte ich mir selbst erlaubt, für ein paar Stunden jede Rolle abzulegen. Aber ich wollte dieses Gefühl auch in der Realität erleben. Und das tat ich. Nicht nur einmal. Ich habe mir meinen Traum erfüllt. Auf viele Arten. Von anonym bis leidenschaftlich, von hemmungslos bis pornös. Und immer bin ich auf meine Kosten gekommen. Die Männer auch.“
Frauke (39) aus Brühl
„Mein Traum beschäftigt mich noch immer gelegentlich: Wir saßen am See, wie früher. Meine beste Freundin und ich, Füße im Wasser, Sonnenuntergang vor uns. Wir redeten über alles und nichts, so wie wir es immer getan haben. Dann legte sie ihren Kopf an meine Schulter, und aus dieser vertrauten Geste wurde etwas Neues, Sanftes, Unerwartetes. Der Kuss kam leise, fast schüchtern, und im Traum fühlte er sich nicht wie ein Bruch an, sondern wie eine Erweiterung von Nähe, die schon immer da war. Am See passiert, was in der Realität nie passierte. Leider. Denn als ich aufwachte, war da kein Schamgefühl – nur ein warmes Kribbeln und die Erkenntnis, dass Zuneigung viele Formen haben kann. Der Gedanke, diese Form wirklich zu erleben, steckt weiter tief in mir. Und manchmal nehme ich ihn mit in einen Tagtraum und schwöre mir, wenn ich so nackt und feucht da liege, dass ich ihn ausleben werde.“
Das sagt die Psychologie:
Erotische Träume sind selten eins zu eins zu verstehen. Oft geht es nicht um die konkrete Person oder die Situation, sondern um das Gefühl dahinter: gesehen werden, begehrt werden, loslassen dürfen oder eine Seite von sich entdecken, die im Alltag keinen Platz bekommt. Sie sind kein Versprechen und kein Geständnis – eher ein leises Flüstern der Psyche, das uns zeigt, wie vielschichtig unsere Sehnsüchte sein können. Manchmal erschrecken sie uns, manchmal bringen sie uns zum Schmunzeln. Aber fast immer hinterlassen sie eine Frage: Was davon war Fantasie – und was vielleicht ein echter, ehrlicher Wunsch?